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28.03.2022

Review: Trapped - Das Rad von Talmar (AGA)

Trapped (1).jpgDer Dungeon Crawler Trapped - Das Rad von Talmar erschien auf Amiga CDrom / oder 7 Disketten in erster Linie für Amigas mit AGA Grafikchip wie den Amiga 1200 mit etwas FastRam in 256 Farben in 3D. Ja, das Spiel lief auch auf einem Amiga 500, sofern dieser mit 68020 CPU, 1Mb Chipram, 2Mb FastRam ausgestattet war in 64 Farben. Gar exotische Grafikkarten wie die Graffiti wurden unterstützt und dann bot das Spiel auch hier 256 Farben.

In der Ich -Perspektive stapft der Spieler mit List und Initiative seinen Weg durch dreizehn Level voller Labyrinthe, Monster, Fallen und Rätsel, während er versucht, vor dem dunklen Lord Tarnak im Königreich Kaldrion zu fliehen. Zu Beginn haben wir aber erstmal die Wahl aus fünf Charakteren  zu wählen. Vom Ritter bis zum Barbaren, Jäger und Zwerg ist jeder unterschiedlich geschickt im Umgang mit verschiedenen Waffen und hat unterschiedliche magische Fähigkeiten.

Trapped (2).jpgIm Dungeon angekommen besteht die Aufgabe meist darin Schlüssel zu finden, um Schlösser zu öffnen. Hier und da sind Schalter vorhanden um die gerätselt werden darf. Die 3D Engine ist in Anbetracht der geringen Hardwareanforderung und unter damaligen Gesichtspunkten durchaus beeindruckend. Lichteffekte, viele unterschiedlich recht nette Texturen sowie höhen und tiefen Unterschiede vermitteln einen netten 3D Effekt, wobei die Bildrate unter AGA und 020er Prozessor als ausreichend zu vermelden ist. Letzteres liegt wohl daran, das Räume recht sparsam möbliert und modelliert wurden. Der 3D-Hauptbildschirm nimmt dabei zwei Drittel der Hauptanzeige ein, umgeben von nützlichen Informationen wie Ihrer Gesundheit und Kraft. Per Tastendruck öffnet sich die Karte und das Inventar. Zuviel des Guten: Die Art und Weise, wie man voranschreitet und dabei im Bild ein wackeln entsteht welches den sich bewegenden Kopf des Protagonisten simulieren soll, nervt aber - und vermittelt eher den Eindruck unserer Held würde hinken oder besoffen durch den Dungeon schlürfen. Umgeben von ganz netten Soundeffekten wackeln wir so, den hier und da (viel zu wenig auftauchenden) Feinden (Spinnen, Krieger ect…) sowie ein paar Fallen entgegen. Die sehr schlecht gezeichneten Sprites der Gegner laufen in der Regel direkt auf dich zu und stehen dann oftmals stocksteif vor dir. Nur anhand des eignen Gesundheitsbalken der sinkt, erkennt man dann, das man getroffen wird. Immerhin sind unsere eigenen Hiebe und Zaubersprüche, zumindest rudimentär erkennbar. Die Kampfsteuerung in Trapped ist träge und einfach eher Murks. 

wertung_Trapped.jpgFazit: Das Konzept für Trapped war ganz gut. Die grafische 3D-Engine scheint auf den ersten Blick für den Amiga und dessen Grafikchips, insbesondere für das Jahr 1996 weit fortgeschritten. Allerdings wurde dabei das Gameplay stark vernachlässigt. Vielerorts im Spiel bemerkt man, das mehr Feinschliff, vor allem in punkto Animationen nötig gewesen wäre, und anderorts es einfach mit Lichteffekten und dem animierten Kopfgewackel übertrieben wurde.

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Admin - 16:50 | Kommentar hinzufügen